Albert Camus: Der erste Mensch gelesen von Martin Benrath erschienen bei: Ricophon (2000) ------------------------------------------------------- Am 4. Januar 1960 starb der 47-jährige Albert Camus bei einem Autounfall. In seiner Aktentasche wurde ein handgeschriebenes Manuskript gefunden. Es handelt sich um eine Autobiografie, die hauptsächlich die Kindheit des Autors beschreibt. Das Manuskript ist ein Fragment, 144 Seiten eng handgeschrieben und nicht überarbeitet. Erst 34 Jahre nach seinem Tod wurde es veröffentlicht. Das Manuskript hatte zunächst Francine Camus (die Witwe) mit Maschine abgeschrieben. Nach deren Tod hat die Tochter Catherine lange gezögert, der Veröffentlichung zuzustimmen. "Dies ist kein Roman mit autobiografischen Elementen, sondern eine Autobiografie in der Form eines Romans" (Süddeutsche Zeitung, 16./17. September 1995). Trotz des eingeschränkten Lebens in einem Armenviertel in Algier und der ärmlichen Lebensumstände in einer analphabetischen Familie hört man kein Jammern und Anklagen. Ohne Larmoyanz schildert Albert Camus, wie er zwischen seiner geliebten, fast tauben Mutter und der dominanten Großmutter aufwächst. Auf der Suche nach einer Vaterfigur beginnt der Autor über seine Herkunft zu reflektieren. Die persönliche, aufrichtige, ungeschönte Lebensbetrachtung des Literaturnobelpreisträgers (1957) ist insofern eine Bereicherung für den Leser, als sie zum besseren Verständnis des atheistischen Autors beiträgt, der davon überzeugt ist, dass der Mensch sich gegen seine Situation auflehnen kann. ------------------------------------------------------- 5 CDs -- rip by chapters Format: mp3 in ~76kbps(true VBR), 44kHz, mono (wie original) Encoder: Lame 3.92 Dauer: 376 min [205.1 MB] wie immer einen ausgezeichneten Hoergenuss wuenscht lionel77 :)